Publisher SEO ist in vielen Redaktionen immer noch nicht fest verankert – und genau darin liegt enormes Potenzial.
Christian Westermann, Head of SEO bei Bild, hat mir in meinem Publisher SEO Podcasts beschrieben, wie sein Team agiert.
Es schult Redakteurinnen und Redakteure regelmäßig.
Erklärt, wie Überschriften, Teaser und Bilder Reichweite steigern.
Sein Team achtet darauf, dass interne Linkstrukturen aufgebaut werden.
Außerdem entwickelt das Team eigene Formate, die stärker auf Suchmaschinen ausgerichtet sind – etwa Eventseiten, biografische Steckbriefe oder Serviceartikel.
Wie können Redaktionen SEO in ihre tägliche Arbeit integrieren?
Publisher SEO wirkt unserer Auffassung nach am stärksten, wenn Redaktionen es in ihre Arbeitsabläufe integrieren. Regelmäßige SEO-Schulungen schaffen Verständnis, feste Standards erleichtern den Alltag, und kontinuierliche Auswertungen von Daten zeigen, welche Themen funktionieren.
Wer Evergreen-Cluster aufbaut und interne Verlinkungen konsequent nutzt, schafft die Grundlage für nachhaltigen Erfolg.
Gleichzeitig rückt der Markenaufbau stärker in den Vordergrund.
Leserinnen und Leser kehren nicht wegen eines einzelnen Artikels zurück, sondern weil sie einer unverwechselbaren Sprache, einer klaren Haltung und der journalistischen Autorität einer Marke vertrauen.
Warum bleibt Google Discover unverzichtbar für Publisher?
Google Discover ist für viele Verlage inzwischen eine der wichtigsten Traffic-Quellen – teilweise stammen bis zu 70 % des Google-Traffics aus diesem Kanal.
Wer im redaktionellen SEO erfolgreich sein will, muss Inhalte so gestalten, dass sie sofort ins Auge fallen.
Überschriften ziehen die Aufmerksamkeit direkt auf sich.
Teaser locken Leserinnen und Leser in den Content.
Bilder verstärken den Klickimpuls.
Republishing ist der größte Traffic-Hebel.
Warum sollten Redaktionen nicht nur auf Google Discover setzen?
Das wäre zu riskant und spekulativ. Wer Geld am Aktienmarkt defensiv anlegt, streut sein Klumpenrisiko ja ebenfalls, um nicht nur von einem Unternehmen abhängig zu sein. Genauso verhält es sich mit Google Discover und Google News.
Gleichzeitig reicht es im journalistischen SEO nicht, allein auf Google zu setzen. Redaktionen sollten daher folgende Kanäle ausbauen:
Die eigene Website.
Newsletter.
Audio und Podcasts.
Video & YouTube.
Social Media (Facebook, Instagram, TikTok).
Wie wirken sich AI Overviews auf Publisher aus?
Das kommt auf den Publisher an. Generell lässt sich sagen, dass Impressionen steigen, wenn Inhalte von Publishern in den Overviews erscheinen.
Bei einfach zu beantwortendem und seichtem Content verlieren Publisher Klicks.
KI-Zusammenfassungen liefern Antworten, die meistens ausreichen.
Beispiel: "Was ist SEO?"
Bei komplexen Inhalten wie Analysen, rechtlichen Fragen oder investigativen Recherchen stoßen AI-Antworten schnell an ihre Grenzen.
Nutzerinnen und Nutzer suchen hier nach verlässlichen Quellen, die Einordnung, Kontext und journalistische Sorgfalt leisten.
Wie lässt sich Traffic-Rückgang aus AI Overviews abfedern?
Notwendig für die Einordnung: Für viele Verlage stammt der größte Anteil des Google-Traffics nach wie vor nicht aus der Suche, sondern aus Google Discover.
Redaktionelles SEO: Welche Best Practices gibt es?


Welche Zukunft hat Publisher SEO in einer von KI geprägten Welt?
Publisher SEO und der Journalismus steht vor großen Umbrüchen, doch die Grundprinzipien bleiben bestehen.
Inhalte müssen so aufbereitet und aufgebaut werden, dass sie in Discover, News, AI Overviews und LLMs erscheinen.
Wer gleichzeitig Direct-Kanäle ausbaut und die eigene Marke stärkt, kann auch in einer zunehmend KI-gesteuerten Suche bestehen.
Christian Westermann und ich blicken optimistisch in die Zukunft.
Sie benötigen Unterstützung bei Ihrer Publisher-Strategie?
Foto @Claus Morgenstern