Google Discover: Der ultimative SEO-Leitfaden für News-Publisher
Das Traffic-Potenzial von Google Discover ist enorm: Einzelne Content-Stücke können dort mehrere Millionen unique Visits generieren.
Die Reichweite lässt sich nutzen, um Abos zu generieren und die Werbeeinnahmen zu steigern. Doch was ist Google Discover und wie funktioniert der Google-Dienst für Verlage?
Was ist Google Discover?
Google Discover ist ein Google-Feed, der Nutzern personalisierte Inhalte auf der Grundlage ihres Userprofils vorschlägt.
Im Gegensatz zur traditionellen Google-Suche müssen Nutzer keine Suchanfrage stellen, um Content zu erhalten. Discover ist auf allen Android-Smartphones standardmäßig installiert und bei iPhones über die Google-App nutzbar.




Bedeutung von Google Discover für Publisher
Im SEO für Verlage sollten Publisher unbedingt auf Google Discover optimieren und entsprechenden Content aufbauen. Reichweite ist der Schlüssel zur Monetarisierung im Publisher SEO.
Ohne Reichweite gibt es keinen Traffic und ohne Traffic fließen keine Einnahmen. Und über SEO gewinnen Redakteure mehr Leser.
Wie Google Discover Nutzerinteressen identifiziert
Google Discover analysiert stetig Suchanfragen und Interaktionen des Nutzers mit Google-Diensten. Je häufiger User jemand die Google-Dienste verwenden, desto besser versteht der Algorithmus den Nutzer.
Der Algorithmus berücksichtigt:
Frühere Suchanfragen.
Besuchte Websites.
App-Nutzung.
Standortdaten.
Interaktionen mit Discover- und Google-News-Inhalten.


Unterschiede zwischen Google Discover und Google News
Content, der bei Google Discover stattfindet, ist deutlich langlebiger, als bei Google News. Google News kuratiert tagesaktuelle Nachrichten, ausgesucht nach Relevanz und Aktualität.
Google Discover präsentiert breiteren Content, darunter auch Blogartikel, Ratgeber und Rezepte. Auch die Content-Formate sind multimedialer: Während bei News hauptsächlich Artikel ranken, spielt Discover immer häufiger Video-Content oder YouTube-Videos aus.
Im Gegensatz zu Google News finden dort Werbeanzeigen ihren Platz. Publisher müssen ihre Inhalte nicht, wie in News üblich, einreichen. Prinzipiell kann dort jeder Content erscheinen, der von Google in den Suchindex aufgenommen wurde.
Rankingfaktoren für Google Discover
Google Discover rankt Inhalte, die nützlich, vertrauenswürdig und für Nutzer geschrieben sind. Verlage müssen Autorität auf ihre Themen aufbauen.
Dazu ist es notwendig, regelmäßig in hoher Qualität über ein bestimmtes Keyword bzw. eine Entität zu berichten. E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) spielt eine herausragende Rolle.
E-E-A-T
Expertise & Erfahrung
Der Inhalt sollte von jemandem verfasst sein, der sich mit dem Thema wirklich auskennt – idealerweise durch Ausbildung oder nachweisbare Erfahrung in dem Themengebiet. Unbedingt sollten Publisher Autorenprofile hinterlegen.
Autorität
Google belohnt es, wenn Publisher regelmäßig mit hoher Qualität über Themen, auch Entitäten genannt, berichten. Es ist zu empfehlen, sich auf wenige Kompetenzbereiche zu beschränken, anstatt alles abzudecken.
Trust
Transparent gemachte Quellen, verlässliche Informationen und ein seriöses Auftreten fördern Vertrauen. Publizieren Sie keine Inhalte, die irreführend sind oder das Vertrauen in die eigene Marke beschädigen könnten.


Weitere Best Practices für Google Discover
Nachfolgend ein vertiefter Blick auf weitere Best Practices für Google Discover.
Themenauswahl
Themen sollten eine ausreichend reite Masse an Menschen betreffen und eine gewisse Emotionalität aufweisen. Ein Dauerbrenner ist übrigens Renten-Berichterstattung. Folgende Themen eignen sich besonders für Discover:
Service- und Ratgeberartikel.
Rezepte.
Panorama und Unterhaltung (Promi-News).
Artikelstruktur
Der Content sollte ordentlich strukturiert und aufgebaut sein. Wie dieser Text. Heißt: Zwischenüberschriften (H2en) verwenden, Bulletpoints für Aufzählungen und Bilder in den Text einbetten.
Headlines
Headlines sollten Keyword-optimiert, also aussagekräftig sein und User dazu animieren, auf den Content zu klicken. Das bedeutet jedoch nicht, Clickbaiting zu betreiben. Der Content muss halten, was die Überschrift verspricht.
Publisher lernen von ihren Erfolgen. Dazu die erfolgreichsten Artikel analysieren, die mindestens 10.000 Impressions und eine zweistellige CTR (Click-Through-Rate, auch Öffnungsrate) haben.
Beispiel: Änderungen im März: Was sich für Verbraucher ändert
Sie wollen noch mehr über Discover-Best-Practices erfahren?
Republishing: Der Traffic-Hebel für Google Discover
Republishing ist ein enormer Hebel für die Reichweitenmaximierung in Google Discover, kann aber ein zweischneidiges Schwert sein. Bereits veröffentlichte Inhalte können mit Updates erneut publiziert werden.
Dazu passen Verlage die Headline des Artikels an, passen das Datum an und tauschen das Bild aus. Außerdem ist es wichtig, neue Inhalte hinzuzufügen, um keine User zu enttäuschen.
Technische Voraussetzungen für Google Discover
Im journalistischen SEO müssen Publisher einige technische Voraussetzungen erfüllen, um bei Google Discover aufzutauchen.
Crawling & Indexierung: Das Crawling und die Indexierung muss reibungslos absolvieren. Achten Sie darauf, kein Crawling-Budget zu verschwenden.
Sitemaps: Verwenden Sie eine allgemeine Sitemap und eine für News. Das hilft dem Crawler dabei, Inhalte schnell zu indexieren.
Duplicate Content: Achten Sie darauf, keine doppelten Inhalte zu produzieren. Falls es sich nicht vermeiden lässt, verwenden Sie Canonical-Tags.
Strukturierte Daten: Die Implementierung strukturierter Daten kann Google helfen, den Inhalt besser zu verstehen und einzuordnen. Besonders relevante Schema-Typen für Discover sind Article, NewsArticle und BlogPosting.
Ladegeschwindigkeit & Mobile-First: Eine ordentliche Performance ist Grundvoraussetzung für Google Discover. Schnelle Ladezeiten und Mobile First mindern Absprungraten und wirken sich positiv auf User Signals aus.


Tracking und Monitoring von Google Discover
Bei der Analyse des Google Discover Traffics ist es zwingend notwendig, die Reichweiten des Nutzerfeeds korrekt zu tracken.
In der Google Search Console
Google Discover-Traffic kann in der GSC betrachtet werden, sobald die Property eine Mindestanzahl an Impressionen erhalten hat. Ist das der Fall, taucht der Reiter "Discover" unter "Leistung" auf. Allerdings ist zu beachten, dass die Daten stets verzögert einlaufen und kein Live-Monitoring möglich ist.
Die wichtigsten KPIs, um den Erfolg eines Content-Stückes zu bewerten, lauten Impressionen, Klicks und Click-Through-Rate (CTR). Gerade für Nachrichtenportale oder Verlage bietet es sich an, Discover-Dashboards zu erstellen.
Tools zur Discover-Performance-Analyse
Neben der Google Search Console können auch andere Analytics-Tools eingesetzt werden, um die Performance in Google Discover zu analysieren. Tools, die infrage kommen, sind Marfeel, Google Analytics und Matomo.
Da sich Discover in Analytics oder Matomo nicht eindeutig identifizieren lässt, empfiehlt es sich, die Daten über einen Kampagnenfilter sichtbar zu machen. Wer kein AMP mehr nutzt, sieht Discover Traffic zum großen Teil als direct / none und zu einem Teil über alle Medien (organic, referral usw.)
User Signals
User Signals wie CTR (Klick- oder Öffnungsrate), Bouncing-Rate, Scroll-Tiefe und Verweildauer entscheiden maßgeblich darüber, ob ein Content-Stück bei Discover Traffic generiert oder nicht. Verlage können diese Signale als KPIs in Ihren Analyse-Tools tracken.
Google selbst nutzt laut Search Engine Land Google Chrome, um Nutzersignale zu erfassen.
Die herausragende Bedeutung des Bildes für Google Discover
Das Bild hat bei Google Discover zusammen mit der Headline die größte Bedeutung. Die richtige Bildauswahl kann die Chancen drastisch erhöhen, im Feed zu ranken.
Ist es ungeeignet, zeigt Discover den Content nicht an oder wirft ihn mangels hoher Klickrate wieder aus dem Feed.
Folgende Voraussetzung haben Bilder zu erfüllen.
Mindestgröße 1200 Pixel Breite.
Die Seite sollte im HTML-Header das Meta-Tag max-image-preview:large.
Möglichst geringe Dateigröße bei gleichzeitig hoher Qualität, um Ladezeiten zu verringern.
Alt-Texte, Bildbeschreibungen und beschreibende Bild-Dateinamen nutzen.
Best Practices für die Bildauswahl
Wählen Sie Bilder aus, die Interesse wecken. Menschen statt Gegenständen bevorzugen, keine Symbolfotos verwenden, die User schon unzählige Male gesehen haben.
Das Bild sollte hell, kontrastreichen sein und emotionale Szenen zeigen. Außerdem muss es relevant für den Artikel sein und darf Nutzer nicht in die Irre führen.


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Bad Practices für Google Discover
Es gilt zwingend, die nachfolgenden Praktiken zu unterlassen. Andernfalls riskieren Publisher, aus Discover ausgeschlossen zu werden.
Verzichten Sie auf Clickbait.
Enthalten Sie Usern keine Informationen künstlich vor.
Versuchen Sie nicht, Klicks mithilfe von irreführenden oder übertriebenen Angaben in Headline, Teaser oder Bilder zu generieren.
Niemals sollten Sie Nutzer anlocken, indem Sie morbide Neugier, Lust am Nervenkitzel oder Empörung zunutze machen.
Discover ist schwankungsanfällig
Google Discover-Traffic kann sehr schwankungsanfällig sein und ist weniger vorhersehbar als der Traffic über die eigene Website oder über die Google-Suche.
Darum ist es schwankungsanfällig:
Interessen der Nutzer können sich verändern.
Discover passt die Themen, die im Feed angezeigt werden, kontinuierlich an.
Algorithmusänderungen der Google-Suche können sich auch auf Discover auswirken.

